Montag, 20. März 2017

Let it grow - dieses Jahr mit Beleuchtung

Seit Wochen kann man auf Facebook Fotos sehen... Von kleinen Pflanzen, die viel zu schnell gewachsen sind und bei denen man oft nur noch zum Wegwerfen und Neusäen raten kann. Vergeilen nennt man das überschnelle Wachsen schwacher Pflanzen und ich kenne dieses Problem auch. Man möchte gerne Pflanzen für die kommende Saison vorziehen, kauft Saatgut, packt alles ins Zimmergewächshaus, Deckel drauf und das in der warmen Stube...

Dann geht es im Normalfall irre schnell los. Und genauso auch wieder vorbei. Lange Stängel, die die Pflanzen nicht halten und keine brauchbare Pflanzen. Ich kenne einige, die aus diesen Gründen wieder zum Kauf von Jungpflanzen übergegangen sind.

Der Grund für das Problem ist im Prinzip schnell erklärt: es ist meist zu warm und zu dunkel. Auch wenn die Sonne draußen scheint, es reicht in den seltensten Fällen. Früher, als wir ein Südfenster hatten, ging es, wenn man die kleinen Gewächshäuser so hoch auf dem Fensterbrett aufstellte, dass auch der Rahmen keinen Schatten machte, ganz gut. Jetzt haben wir aber einen Balkon und der sorgt für zu viel Schatten.


Aber wir möchten es noch einmal versuchen und eigene Jungpflanzen ziehen. Deshalb habe ich nun eine Pflanzenlampe gekauft. Die Auswahl war groß und zu meinem Erstaunen auch günstiger als vermutet. Einige Lampen, die es bei einem großen Onlinehändler gab, kamen aus China und sahen aus wie kleine Schreibtischlampen. Das war mir etwas klein, sie reichen vermutlich nur für ein Zimmergewächshaus oder gar nur einen Topf. Also habe ich weitergesucht und mich letztlich für die Bluesea Pflanzlampe entschieden. Ich vermute, auch sie stammt aus China, die Beschreibung bei amazon klingt mehr als holprig.

Im Prinzip ist es nur eine Art große Glühbirne, sie passt in eine Standardfassung (E14) und ist recht groß. Wobei man sagen muss, dass der Lichtkegel nicht beliebig groß ist, es werden bei uns vier kleine Zimmergewächshäuser beleuchtet, die alle auf einem LACK Tisch von Ikea stehen. Im Prinzip werden nur zwei der Gewächshäuser sehr gut beleuchtet. Aber für die anderen reicht es auch noch.

Das Licht ist lila. Einige LEDs sind rot, andere blau. Es soll gut sein für die Photosynthese. Im Zimmer ist es schon gewöhnungsbedürftig und man sollte es in eine Ecke stellen, in der man sich wenig bzw. nicht aufhält. Im Prinzip wäre der Keller da wohl doch die bessere Option.



Es gibt die Lampe in verschiedenen Stärken von 5 bis 24 W, ich habe mich für letztere entschieden. Gekostet hat sie  16,99 Euro, Versand kam in dem Fall nicht dazu. Bestellt habe ich bei amazon.

Die Lampe leuchtet bei uns morgens von ca. 6:30 bis 10 Uhr, dann wieder abends ab 16 Uhr bis ca. 20 Uhr. Nachts ist es dunkel und am Tage scheint die Sonne bei uns ins Wohnzimmer, da brauchen wir die Lampe nicht. Da die Lampe in eine Standardfassung passt und an die Steckdose angeschlossen ist, kann man hier wunderbar mit Zeitschaltuhr arbeiten.

Die Lampe macht einen solide verarbeiteten Eindruck. Dennoch ist mir teilweise nicht geheuer, sie ganz ohne Aufsicht leuchten zu lassen. Aber vermutlich ist dies nur Kopfsache.

Noch besser wäre es vermutlich für den Pflanzerfolg, wenn die Pflanzen auch kälter stünden, aber wir haben keine Möglichkeit, sie kälter zu stellen. Im Keller haben wir keine Steckdose.

Und bisher sieht es auch im relativ warmen Zimmer recht vielversprechend aus. Ich habe vor ca. 10 Tagen Gurken und Tomaten gesät und zunächst die Deckel der Zimmergewächshäuser geschlossen gehalten. Sobald die ersten Pflanzen gekeimt hatten - dies dauerte nur wenige Tage, habe ich die Deckel abgenommen, um nicht mehr so ein extremes Treibhausklima zu haben. Seitdem stehen die Gewächshäuser ohne Deckel und nun eben mit Lampe darüber im Wohnzimmer und die Pflanzen wachsen sehr gut. Schön kompakt und kräftig grün, vor allem die Gurken sehen vielversprechend aus, aber auch die Tomaten bekommen gerade ihre ersten richtigen Blätter.

Ich werde berichten, wie unser Experiment Pflanzenlampe bis zum Auspflanzen weitergeht.

6 Tage alte Gurken - und Tomatenpflanzen

Sonntag, 19. Februar 2017

Es geht los... die ersten Schneeglöckchen...

Nachdem wir wochenlang frostiges Wetter hatten und selbst die Rasenflächen steinhart gefroren waren, geht es nun endlich los. Der Schnee ist weg und die ersten Schneeglöckchen blühen (fast).


Montag, 30. Januar 2017

Ananas-Pflanze, 2 Jahre alt

Im Garten ist derzeit wenig los, momentan schneit es mal wieder und für die Anzucht für die kommende Saison ist es auch noch etwas früh. Also gibt es heute mal wieder ein Foto der Ananas, die ich Ende 2014 aus einem Ananas-Strunk gezogen habe. Sie wächst nach wie vor "zweiteilig", hat total lange Blätter, die oben kleine Haken haben und an einen Schraubenbaum erinnern.

Ich hoffe, dass sich bald mal eine Blüte und Frucht bilden. Letzte Woche wurde mir der Tipp gegeben, die Pflanze ins Bad zu stellen, da die Luftfeuchtigkeit hoch sein müsse für die Fruchtbildung. Mal sehen, ob ich neben den Orchideen noch Platz finde...




Sonntag, 15. Januar 2017

Reiherspur im Schnee

Saisonbedingt ist im Garten gerade kaum etwas los. Momentan liegt Schnee und die Vegetation macht eine Pause. Zeichen von Frühlingsblüher sind (logischerweise) auch nicht nicht so sehen.

Dafür gibt es jede Menge Tierspuren im Schnee. Einige dürften von einem Fuchs oder Waschbär stammen, waren aber im tiefen Schnee nicht gut zu sehen.

Aber dafür waren diese großen Vogel"fußabdrücke" sehr gut zu erkennen. Ich vermute, der Reiher war zu Besuch. Zum Glück haben wir wie in jedem Jahr unsere Gartenteiche mit Styropor abgedeckt und das auch sehr fest mit genau passend zugeschnittenen Stücken -so dass der Reiher leer ausgegangen ist.




Montag, 24. Oktober 2016

Tomaten nachreifen lassen

Der Herbst ist nun definitiv da und Tomaten, die noch immer am Strauch hängen, haben keine reale Chance mehr, dort auch zu reifen. Vor ein paar Tagen habe ich in einer Facebook-Gruppe gelesen, dass jemand nach einer Möglichkeit suchte, grüne Tomaten zu verarbeiten und gemeint waren die unreifen Tomaten.

Grüne Tomaten, orange Tomaten - und die letzte Gurke des Jahres
Zunächst einmal muss man ja unterscheiden zwischen Tomaten, die grün reifen und auch so bleiben. Grüne Tomaten eben. Es gibt sie, so wie es lilafarbene, orange und gelbe Tomaten gibt. Die kann man zubereiten und natürlich grün essen. Aber das gilt nicht für Tomaten, die nur deshalb grün sind, weil sie noch nicht reif sind.

Unreife Tomaten enthalten Solanin, es ist giftig und führt zu Übelkeit, Magenproblemen und Kopfschmerzen. 100 g unreife Tomaten enthalten etwa 30 mg Solanin. Ab 400 mg ist Solanin sogar tödlich. Also man müsste schon sehr viel essen, aber trotzdem... Durch Einkochen wird Solanin nicht aufgelöst und auch das Einlegen (milchsauer) hilft nur wenig. Insgesamt ist es nicht empfehlenswert.

Also, was macht man dann mit den unreifen Tomaten? Ernten, in Papier wickeln, am besten noch einen oder mehrere Äpfel in die Nähe legen und dann reifen die Tomaten problemlos nach. Ich habe die Tomaten von dem Foto oben auf einem Backblech ausgelegt, Papier um jede herum, noch ein Apfel dazu und bin mir sicher, in wenigen Tagen haben wir rote Tomaten.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Herbstrose

Der Herbst ist da. Nachdem der September sehr warm war, ist es nun sehr schnell ziemlich kalt geworden. Wir haben nun das letzte Mal für dieses Jahr den Rasen gemäht und ich habe damit begonnen, in den Staudenbeeten aufzuräumen. Immerhin wächst auch das Unkraut nicht mehr so schnell, so bleiben die Ergebnisse des Unkrautzupfens länger sichtbar.

Momentan blühen die letzten Rosen. Das hier ist eine meiner Lieblingsrosen, sie sieht toll aus und duftet auch phantastisch, leider weiß ich nicht, wie sie heißt. Wir haben sie schon sehr lange, sie stand dort schon, bevor wir den Garten übernommen haben.

Der Rosendünger, den ich im Frühjahr genutzt habe, hat übrigens diesen Sommer hervorragend gewirkt. Die Blätter aller Rosen waren gesünder als sonst und es gab insgesamt deutlich mehr Blüten. Also, im nächsten Frühjahr gibt es den wieder.


Donnerstag, 25. August 2016

Kürbicchini oder Zuccübis, was ist das?

Dieses Jahr war bei uns kein gutes Zucchini-und Kürbisjahr. Bei der Anzucht im Mai hatten wir eigentlich, wie immer, sehr viele Pflanzen und ich habe auch versucht, sie so gut wie möglich vor Schnecken zu schützen. Ich habe Salathauben drübergestülpt, Kaffeesatz gestreut, irgendwann aus Verzweiflung sogar Schneckenkorn. Genutzt hat das alles nichts.

Übrig sind zwei Pflanzen, von denen ich nicht weiß, ob es sich um Kürbis oder eine ungewöhnlich runde Zucchini handelt. Die ersten Früchte wurden, natürlich!, auch direkt von Schnecken angefressen, aber eine Frucht ist nun schon recht groß und liegt vorsichtshalber zum Wachsen auf einer alten Gartenbank.

Aber was ist das? Es ist rund wie ein Kürbis, die Farbe spricht auf für Kürbis, aber das Muster für Zucchini.