Samstag, 20. Dezember 2014

Das Erdnuss-Experiment, der letzte Teil

Heute gibt es nun ein letztes Update zu meinem Erdnuss-Experiment, über das ich im Laufe des Jahres mehrfach berichtet habe. Wer die Anfänge und Fortschritte noch einmal sehen möchte, findet im Inhaltsverzeichnis die verschiedenen Erdnuss-Posts.

Nachdem die Pflanzen eine sehr gute Keimrate hatten, haben am Ende drei Pflanzen allen Widrigkeiten getrotzt und haben es bis zur Blüte geschafft. Sie haben sogar 2x geblüht. Inzwischen sind die Pflanzen abgestorben, was im Herbst auch normal ist.

Und nun? Große Ernte? Leider nein. Ich habe genau eine (!) Erdnuss geerntet.


Donnerstag, 11. Dezember 2014

Ein neues Projekt: Champignons züchten

Im Sommer haben wir ja bereits erste Erfahrungen mit der Anzucht von Pilzen im eigenen Garten gemacht. Wir haben Kräuterseitlinge auf Stroh gepflanzt und das hat auch ganz gut funktioniert. Allerdings ist da noch Optimierungsbedarf, denn die Ernte fiel doch eher bescheiden aus (ca. 10 Pilze).

Vor kurzem entdeckte ich bei Penny eine Kiste mit diesem Anzuchtset für Champignons. Es handelte sich um eine Champi-Box von Producx.Sie kostete nur 3,99 Euro und so zögerte ich nicht lange.


Heute habe ich mich ans Werk gemacht und losgelegt. In der Kiste befindet sich ein Beutel mit Mulch und einer mit einer "Kompostschicht", wie es auf der Packung genannt wird. Die Box besteht aus einem Pappdeckel und einer Plastikkiste, die man direkt für die Pilzzucht verwenden kann.

Die Anleitung war leicht verständlich und nachdem heute einigermaßen fototaugliches Licht war (gar nicht so einfach im Winter!), ging es los.

Die Kompostschicht, vermutlich wohl dann mit Pilzbrut?
Zunächst wird der Beutel mit Mulch mit 250 ml Wasser in eine Schüssel gegeben und eingeweicht, aber nicht zu doll gedrückt, es soll alles luftig und locker bleiben. Dann wird das Ganze auf die Kompostschicht gebracht, alles möglichst luftig (also nicht andrücken) und dann wieder verschlossen. Für die nächsten drei Tage soll es so bei Zimmertemperatur stehen bleiben, dann wird der Deckel "höher" gelegt, damit mehr Luft in die Kiste kommt. Und dann soll es in 4 Wochen Champignons geben.

Die angefeuchtete Mulchschicht ist nun auf der Kompostschicht
Ich bin sehr gespannt und werde Euch natürlich auf dem Laufenden halten!

Update: es ist absolut gar nichts, nichts, wirklich überhaupt nichts gewachsen. Fazit: keine Sets vom Discounter mehr.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Neue "Arme" an der Opuntie

Die Opuntie (ich vermute jedenfalls, dass es eine ist) habe ich vor 2 Jahren an einer Straßenbahnhaltestelle gefunden. Sie war mit einem "Zu verschenken"-Schild versehen. Da habe ich nicht lange gezögert und sie mitgenommen.

Sie ist etwas arg hoch und daher oft ist leichter Schieflage (der Kaktus ist insgesamt "drei Ohren hoch", man sieht sie nicht alle auf dem Bild). Seit sie gleich im ersten Jahr noch ein "Ohr" bekam, lehnt sie dauerhaft an der Wand, damit sie nicht umkippt. In diesem Jahr tat sich gar nichts und ich war schon etwas verwundert. Denn die winterharten Opuntien im Garten bekommen jedes Jahr mindestens ein neues "Ohr".

Vor ein paar Tagen habe ich den Kaktus mal gedreht. Und was ich da entdeckte, erstaunte mich. Es haben sie zwei neue... ja, was ist das? Triebe? gebildet. Sie sind sehr hell, was ich auf Lichtmangel zurückführen würde, da sie der Wand zugewandt wuchsen. Ich habe sie jetzt mal etwas ins Licht gedreht. Mal sehen. Vielleicht wird der Kaktus ja auch mal unten etwas "verzweigter", so dass er irgendwann nicht mehr ständig umzukippen droht. Wir werden sehen.

Update: es war der Anfang vom Ende der Opuntie. Kurz darauf knicke sie ein und ist binnen kürzester Zeit eingegangen.

Montag, 1. Dezember 2014

Experiment: Ananas-Anzucht, die zweite

Schon vor zwei Jahren ist mir das Bewurzeln eines Ananas-Strucks aus dem Supermarkt gelungen. Wie ich es gemacht habe, habe ich damals hier ausführlich geschrieben. Bewurzelt habe ich den Strunk wieder in einem Wasserglas und ihn später in Seramis eingepflanzt.

Es dauerte dann ca. 8 Wochen, bis sich wieder etwas tat. Ich war mir erst nicht so sicher, ob die Ananas in Seramis weiterwachsen wird. Aber nun wächst sie und das sogar mit zwei "Pflanzen" oder wie auch immer man es nennen möchte.

Es sind diese frischen Blätter. Die mit den brauen Spitzen sind noch von dem alten Ananas-Strunk.







Meine 2 Jahre alte Ananas wächst auch nach wie vor. Nicht besonders schnell, aber dafür sind die braunen Blätter, die vom "Ursprungsstrunk" waren, bei der inzwischen abgefallen.

Samstag, 22. November 2014

Bohnen, Kartoffeln, Kaffeesatz - die Erstbepflanzung im neuen Gemüsebeet

Es ist Mitte November, aber der Herbst ist recht mild. In den letzten Tagen haben wir die letzten Bohnen der Saison geerntet. Gesteckt hatte ich die Bohnen - Buschbohnen und Stangenbohnen - im August und sie sind sehr schnell gewachsen.

Ich hatte sie in ein neu angelegtes Beet gepflanzt, wo bisher noch ein Unkrauthügel war. Nachdem ich den im Juli endlich abgetragen hatte, habe ich im August überwiegend Bohnen und Kartoffeln als Erstbepflanzung hier in die Erde gebracht.

Warum Kartoffeln und Bohnen? Weil Kartoffeln dafür sorgen, dass der Boden gut gelockert wird. Sie werden als Erstbepflanzung für ehemalige Unkraut-/Rasenflächen empfohlen. Und es stimmt schon, spätestens beim Ernten buddelt man weit in der Erde herum - allein schon um jede Kartoffel zu erwischen.

Als weitere Erstbepflanzung habe ich, wie gesagt, Bohnen gepflanzt. Ich habe jeden Abend Kaffeesatz um die Bohnen verstreut. Es soll  ein guter Dünger sein und außerdem Schnecken vertreiben. Es hat gut funktioniert! Während ich bisher mit Bohnen kein Glück hatte, weil die Schnecken sofort die Bohnen wegfraßen, sobald sie aus der Erde schauten, passierte hier (dank dem Kaffee?) so gut wie nichts. Sehr selten sah ich mal eine Schnecken, aber Schneckenfraß gab es nicht.

Und so konnten wir von September bis jetzt ständig Bohnen ernten. Erst die Buschbohnen, jetzt Mitte November die letzten Stangenbohnen.

Nach der Ernte, habe ich die Pflanzen aus der Erde geholt. An den Wurzeln konnte man gut sehen, warum Bohnen auch als Erstbepflanzung neuer Beete empfohlen werden. Sie speichern Stickstoff in kleinen Knötchen an den Wurzeln. Hier kann man sie sehen. Und viele dieser Knötchen bleiben ja auch beim Ausreissen der Pflanzen aus der Erde.


 Ob diese Art der Stickstoffdüngung viel gebracht hat, wird sich im nächsten Jahr zeigen.

Sonntag, 16. November 2014

Zwiebelnstecken im Herbst

In den vergangenen Jahren habe ich im Herbst immer die Saison im Gemüsebeet beendet und alle freien Flächen mit Vlies abgedeckt, damit nicht ganz so viel Unkraut im Winter wächst (wobei das mit dem Vlies auch nicht perfekt ist - es bildet sich Moos).

Dieses Jahr habe ich mal das ganz neu angelegte Beet genutzt, um Zwiebeln zu stecken. Das geht noch bis Dezember und nach den Angaben auf der Packung soll man in sechs Monaten bis zu 18 kg Zwiebeln ernten können.

Dann bin ich ja mal gespannt. Immerhin dürften die Schnecken im Winter kein Problem sein.



Dienstag, 4. November 2014

Die Saison ist vorbei... auf in die nächste!

Es ist November und die Gartensaison somit fast vorbei. Dennoch sind wir noch viel im Garten. So oft, dass ich manchmal kaum dazu komme, hier über alles zu bloggen, was eigentlich schreibenswert wäre.

Das Wetter war am ersten Novemberwochenende so gut, dass ich noch vieles im Garten erledigt und auch dem Baumarkt mit seiner Pflanzenabteilung einen Besuch abgestattet habe. Ich war erstaunt, dass momentan noch viele Pflanzen, nicht nur Weihnachtsbäume und Heide, im Angebot sind. Und wie immer, wenn sich eine Saison dem Ende nähert, gibt es etliche Schnäppchen. Wem es ist nicht so wichtig ist, ob die Pflanze gerade in vollster Blüte steht oder erst nächstes Jahr blüht, kann jetzt einiges an Geld sparen. Ich habe jede Menge Hortensien und Rosen zu günstigen Preisen gesichtet. Zumal für wurzelnackte Rosen momentan ohnehin noch Pflanzzeit ist. Ein Blick in die Abteilung mit den Gartenmöbeln lohnt sich derzeit auch. Aus dem gleichen Grund – die Saison ist vorbei und die neue für den Einzelhandel noch fern. Ich kaufe gern antizyklisch – im Sommer den Schneeschieber und im Spätherbst einen Sonnenschirm ;-)

Der Winter ist auch eine perfekte Zeit zum Planen der neuen Saison. Und da kann man sich auch online inspirieren lassen. Wir haben unser Gemüsebeet, das wir vor kurzem komplett umgegraben haben, um einen Wassertank darunter zu versenken, nun wieder mit Erde verfüllt und derzeit plane ich, was ich hier im kommenden Jahr anpflanze. Auch die anderen Gemüsebeete werden schon jetzt „verplant“, denn man muss ja auch Fruchtfolgen und Standortansprüche bedenken.

Das habe ich in den letzten Jahren nicht immer gemacht, sondern lauter Impulskäufe im Frühjahr getätigt und dann hatte ich am Ende den Salat. Oder zu viele Bohnen, aber zu wenige Radieschen und nur mickrige Zucchini, weil ich die viel zu vielen Pflanzen am Ende doch irgendwie planlos verteilt habe.

Dieses Jahr habe beschlossen, zu planen und habe mich daher nach Möglichkeiten der Online-Bestellung umgesehen. Sämereienhändler gibt es viele. Schlechte Erfahrungen habe ich mit Ebay-Händlern und ausländischen Versandhäusern gemacht, daher habe ich in diesem Jahr schlichtweg dort geschaut, wo ich auch „offline“ Saatgut kaufe. Auf der Webseite des Baumarkts Hellweg wurde ich fündig. Dort gibt es (neben vielen anderen Baumarktprodukten) auch eine große Anzahl an Sämereien. Man kann natürlich auch direkt bestellen, was einen davor bewahrt, dass man Frühling vor einem „leider schon ausverkauft“-Schildchen im Laden steht.

Plant Ihr auch bereits das Frühjahr? Was macht Ihr im Winter? Wenn das Wetter so gut bleibt, werde ich demnächst mein erstes großes DIY-Projekt im Garten angehen. Ein Pflanztisch aus Europaletten soll entstehen. Den schwierigsten Part, das Beschaffen der Paletten, habe ich bereits erledigt, alles weitere gibt es dann demnächst hier im Blog.

Bienchen

 Wir haben erstmals in diesem Jahr eine Blumenwiese für die Bienen angelegt. Es blüht alles mögliche und vor allem sehr viele Kornblumen.